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Die Herstellung von gelatineähnlichen Massen geht zweifellos in die Zeit der Ägypter zurück. Zudem belegen Quellen, dass bei Festmählern früherer Jahrhunderte Gelatinespezialitäten, wie zum Beispiel Forelle oder Früchte in Gelatine zu besonderen Schlemmereien zählten.
1682: Der Franzose Papin berichtet über einen Kochprozess, bei dem er versuchte, aus Knochen gallertartige Masse zu gewinnen.
1700: Der Gebrauch des Wortes Gelatine (lat.: gelatus = steif, gefroren) im europäischen Sprachraum ist bis zu dieser Zeit belegt.
1754: Das erste Patent auf dem Klebstoffsektor wird in England für die Herstellung eines Tischlerleims erteilt. Der natürliche Klebstoff Leim wird unter anderem auf der Basis von Gelatine hergestellt.
1871: Bedeutende Entdeckungen des englischen Arztes Richard Leach Maddox bringen den entscheidenden Durchbruch in der Fotografie. Der Arzt entwickelt eine Trockenplatte mit einer Bromsilber-Gelatine-Schicht, die in ihrer Empfindlichkeit der gebräuchlichen Nassplatte gleichkommt. Charles Bennet stellt nach weiteren Forschungen ein zufriedenstellendes Trockenplattenverfahren vor. Mit der neuen Technik kann unter anderem die Belichtungszeiten beim Fotografieren wesentlich verkürzt werden.
1875: Dieses Jahr gilt als Meilenstein in der modernen Gelatine-Herstellung. Durch die Entstehung kleinerer Betriebe kann Gelatine nunmehr in größeren Mengen industriell hergestellt werden.
1950: Die Gelatine-Industrie intensiviert ihre technologische Entwicklung und erreicht mit gewaltigen Fortschritten den heutigen Spitzenstandard in Produktion und Qualität ihrer Erzeugnisse.
1974: Gründung des europäischen Gelatineverbandes GME (Gelatine Manufacturers of Europe), zur Vertretung der Interessen der westeuropäischen Gelatinehersteller.
2001: Eine im Jahr 1999 von der GME unter der Schirmherrschaft der Europäischen Kommission in Auftrag gegebene internationale Studie bestätigt erneut, dass die geltenden Rohmaterial-Richtlinien und Herstellungsverfahren maximale Sicherheit für den Verbraucher gewährleisten.
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