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Rund um die Kartoffel...
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Solanum tuberosum – so heißt das Nachtschattengewächs auf lateinisch, an dessen Wurzeln die Knollen wachsen – unter der Erde versteht sich. Kartoffeln entstehen aus einer Mutterknolle. Man legt sie meistens im April in die Erde und lässt die Keime herauswachsen. Wenn diese den Boden durchstoßen haben, werden sie zu Stängeln und Blättern. Unter der Erde wachsen die Wurzeln, an denen ungefähr acht bis 12 Kartoffel gedeihen. Nach vier bis fünf Monaten ist Erntezeit. Über der Erde hat die Kartoffel inzwischen Blüten gebildet, aus denen kleine, grüne Früchte wachsen.

Die Kartoffel wird mittlerweile in 180 Ländern der Erde angepflanzt. Sie gilt als eine der unkompliziertesten Pflanzen überhaupt, da sie vom Meeresniveau bis auf eine Höhe von 4500 Meter unter vielfältigen klimatischen Bedingungen gedeihen kann. 

Wichtig ist, dass die Bodenverhältnisse stimmen. Kartoffeln lieben einen lockeren und abgetrockneten warmen Boden, das heißt einen Sandboden bis sandigen Lehmboden.

Unzählige Kartoffelsorten
Allein in Europa gibt es 600 zugelassene Kartoffelsorten. Ob eine neue Speisekartoffel auf den Markt darf, entscheiden die Sortenämter. Manchmal dauert es Jahre bis eine Neuzüchtung alle Tests durchlaufen hat.
Kartoffeln lassen sich in drei Kochtypen unterteilen. Die Kocheigenschaften sind abhängig vom Stärkegehalt: je höher der Stärkeanteil, um so eher sind die Kartoffeln als mehlig zu bezeichnen. Weitere Kriterien sind die Form und die Fleischfarbe der Kartoffeln, die den Präferenzen der Verbraucher unterliegen.

  • Festkochende Speisekartoffeln haben meist eine langovale Knollenform, springen beim Kochen nicht auf, sind von fester Konsistenz, feinkörnig und feucht und haben einen eher kräftigeren Geschmack. Sie kommen am häufigsten auf den Teller, da sie sich für fast alle Gerichte eignen.
  • Vorwiegend festkochende Speisekartoffeln springen beim Kochen nur wenig auf, sind mäßig feucht, feinkörnig und eher mild.
  • Mehlig festkochende Speisekartoffeln springen beim Kochen stärker auf, kochen locker, sind trockener und grobkörniger und im Geschmack angenehm kräftig.

Süßkartoffel – die delikate Konkurrenz?
In Europa galt sie einst als Delikatesse. Besonders in England wurde sie besser angenommen als die "normale" Kartoffel. Heinrich der VIII. soll von der süßen Kartoffelvariante sehr angetan gewesen sein - er versprach sich durch ihren Verzehr eine Stärkung seiner Manneskraft und die Knolle erlangte daher einen Ruf als Aphrodisiakum. Die Süßkartoffel hegt aber kein verwandtschaftliches Verhältnis zu der „normalen“ Kartoffel, obwohl sie ihr in Aussehen und Kocheigenschaften sehr ähnlich ist.

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