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Von der Zierpflanze zum Grundnahrungsmittel
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In Europa wurde die Kartoffel zunächst nur als Zierpflanze in den Parks und Lustgärten der Kaiser und Könige Europas angepflanzt. Um 1740 befahl dann der preußische König Friedrich der Große seinen Bauern, auf den Feldern Kartoffeln anzubauen. Der Befehl wurde nur unwillig umgesetzt. Erst als deutlich wurde, dass die neue Pflanze gegen Hungersnöte half und die Knollen gekocht gut schmeckten, bauten immer mehr Bauern Kartoffeln an.

In Frankreich ließ der Heeresapotheker Antoine Auguste Parmentier seine Felder, auf denen er Kartoffeln angepflanzt hatte, tagsüber von seinen Soldaten bewachen. Angesichts dieser schweren Bewachung, glaubten die Menschen, dass es sich bei Kartoffeln um kostbare Pflanzen handeln würde. Nachts schlichen sie auf die Felder und stahlen das vermeintlich „wertvolle“ Lebensmittel. So begann der Siegeszug der Kartoffel auch in Frankreich, den Permentier eingefädelt hatte.

Die dolle Knolle wird zum Star
Der Erdapfel – wie die Kartoffel auch genannt wird – avancierte zunächst zum Grundnahrungsmittel in Europa. Doch bald schon musste sie sich Eigenschaften wie Armeleuteessen und Dickmacher gefallen lassen. Zu unrecht! Mit einem veränderten Ernährungsbewusstsein änderte sich auch das Ansehen der Knolle beim Verbraucher. Zwei Drittel der Weltbevölkerung ist heute auf sie angewiesen.

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