Rosmarin ist im Mittelmeerraum an den steilen Hängen der italienischen, französischen und spanischen Küsten und Inseln zu finden. Über seine Entstehung gibt es eine griechische Sage: Leukothoe, die Tochter des persischen Königs Orchamos, hatte eine verbotene Liebelei mit Helios. Als ihr Vater dahinter kam war er so zornig, dass er Leukothoe lebendig begrub. Daraufhin ließ der Sonnengott einen Rosmarinstrauch aus ihrem Grab wachsen, der immer grünen und duften sollte.
Im Mittelalter sollte Rosmarin gegen die Pest, Fettsucht, Husten und altersbedingten Gedächtnisschwund helfen. Heute ist zwar erwiesen, dass Rosmarin nicht die Pest heilen kann, aber er wird gegen Erschöpfung von Geist und Körper verwendet.
In Belgien gilt Rosmarin als Symbol des Lebens. Anders als in Deutschland, wo Babys vom Storch gebracht werden, holt man sie in Belgien aus einem Rosmarinstrauch.
Der typische würzige Geschmack Aus der französischen und italienischen Küche ist Rosmarin nicht weg zu denken. Er harmoniert besonders gut mit Fleisch, zu gebratenem Fisch oder in Suppen und Saucen. Rosmarin verleiht Gerichten einen herb-bitteren, würzigen und harzigen Geschmack, der bei vielen mediterranen Speisen einfach unverzichtbar ist.
Rosmarin ist eins der wenigen Kräuter, die getrocknet aromatischer schmecken als frisch. Vorausgesetzt er wird dunkel und luftdicht aufbewahrt. Man sollte jedoch beachten, dass möglichst kleine Zweige aufgehoben und getrocknet werden. Zum Kochen werden ganze Zweige benutzt und vor dem Servieren entfernt. Beim Braten und Grillen kann man das Öl mit einem Rosmarinzweig aromatisieren. Er verleiht den Speisen den typischen Geschmack. Übrigens: Die Nadeln stören nicht beim Essen.
Rosmarin sollte äußerst sparsam dosiert werden, da er mit seinem herben Geschmack leicht die anderen Zutaten übertönt.
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