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Honiggewinnung – gut gehütete Geschmacksvielfalt
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Laut Definition ist Honig ein von Honigbienen erzeugtes Lebensmittel. Die Bienen nehmen Blütennektar oder Honigtau (die zuckerreiche Ausscheidung von Blattläusen) auf, reichern ihn mit körpereigenen, enzymhaltigen Säften an und speichern dieses Gemisch in Waben. Dort reift der Honig heran, während das Bienenvolk vom Imker gehegt und gepflegt wird. Ist der Honig reif, werden die Zellen von den Bienen mit einem Wachsdeckel verschlossen. Nun weiß der Imker, dass es Zeit ist, die Honigernte zu beginnen.

Dünnflüssig, cremig oder fest – nicht nur die Konsistenz auch die Farbe und der Geschmack des Honigs hängt von den besammelten Blüten sowie dem Ausgangsmaterial ab. Dabei reicht das Farbspektrum von weiß über hellgelb, gelb, beigefarben und braun bis hin zu grünschwarz. Im Allgemeinen ist Blütenhonig eher heller, fest und süß während Honigtauhonig (Waldhonig) meist dunkler, flüssig und herber im Geschmack ist. Die Intensität des Aromas nimmt in der Regel mit der Dunkelheit der Färbung zu.

Stammt der Honig vorwiegend von einer Blüten- oder Pflanzenart, wird er als Tracht- oder Sortenhonig bezeichnet. Ist eine entsprechende Menge der jeweiligen Blütenpollen in einem Honig enthalten, wird der Sortenhonig nach der Trachtpflanze benannt. Löwenzahn-, Klee- oder Lindenhonig – jede Sorte hat ihr eigenes typisches Aroma. Bei Mischhonig handelt es sich um Honig von verschiedenen Pflanzenarten.

Die Einteilung des Honigs erfolgt je nach Gewinnungsart:

  • Schleuderhonig wird seit dem 20. Jahrhundert, am häufigsten gewonnen. Die brutfreien Bienenwaben werden entdeckelt und die austauschbaren Rähmchen anschließend in einer Honigschleuder ausgeschleudert.
  • Tropfhonig wird gewonnen, indem man die entdeckelten, brutfreien Waben austropfen lässt.
  • Presshonig entsteht durch das Pressen der brutfreien Waben, ohne das sie vorher entdeckelt wurden. Er ist durch seinen hohen Pollen- und Wassergehalt nicht so lange haltbar wie Schleuderhonig.
  • Waben- oder Scheibenhonig befindet sich noch in den verdeckelten Waben. Die ganzen oder geteilten Waben werden portionsweise im Handel angeboten.
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