Herstellung von Zucker Endverbraucher können im Einzelhandel Haushaltszucker, Traubenzucker, Fruchtzucker sowie Milchzucker kaufen. Doch wie werden sie hergestellt? Traubenzucker und Fruchtzucker kommen natürlicherweise in Früchten und Honig vor. Jedoch reicht die Menge nicht aus, um die Zucker daraus zu isolieren. Traubenzucker wird aus Stärke gewonnen, Fruchtzucker aus Haushaltszucker. Milchzucker findet man, wie der Name schon sagt, vor allem in Milch. Der mengenmäßig wichtigere Haushaltszucker wird hauptsächlich aus Zuckerrohr (Rohrzucker) und Zuckerrüben (Rübenzucker) gewonnen. Sie speichern den Haushaltszucker direkt. Andere Pflanzen wie beispielsweise Kartoffeln oder Getreide speichern Zucker in Form von Stärke. Weltweit werden jährlich rund 90 Millionen Tonnen Haushaltszucker produziert. In Europa ist der Hauptlieferant die Zuckerrübe.
Rohrzucker Das Verfahren aus Zuckerrohrsaft Zucker zu kristallisieren wurde vermutlich im 4. Jahrhundert n. Chr. in Indien entwickelt. Über arabische Händler gelangte das Wissen im Mittelalter nach Europa und von dort in die Kolonien verschiedener europäischer Länder. Dort entstanden bald große Zuckerrohrplantagen. Im hohen, dicken Stängel des schilfartigen Zuckerrohrs enthält das Mark bis zu 20 Prozent Zucker. Der Saft des Zuckerrohrs wird in Mühlen ausgepresst und anschließend ähnlich wie beim Rübenzucker weiterverarbeitet.
Rübenzucker Zuckerrüben werden seit dem 19. Jahrhundert industriell in ganz Europa angebaut. Sie enthalten 16 bis 22 Prozent Zucker. Nach der Ernte wird die Rübe gewaschen, zerkleinert und in heißem Wasser ausgewaschen. Das trübe „Zuckerwasser“ enthält noch Verunreinigungen, die die Kristallisation des Zuckers hemmen. Deshalb wird der Saft zusätzlich gereinigt und anschließend zu Zuckersirup eingedickt. Nach einer gewissen Zeit bilden sich Kristalle, die vom Sirup getrennt werden. Heute werden weltweit ungefähr 26 Prozent der Zuckerproduktion aus Rüben gewonnen.
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