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Weine – größte Vielfalt aus einer Traube
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Weinherstellung
Wein wird durch Gärung von Traubenmost gewonnen. Die Qualität und der Geschmack sind von der Bodenqualität, der Hanglage und dem Klima abhängig. Bei der Herstellung wird zwischen verschiedenen Produktionsschritten unterschieden.

Weinlese
Die Rebsetzlinge werden an Drahtrahmen entlang gepflanzt und das ganz Jahr hindurch beschnitten. Wenn die Trauben reif sind, werden sie per Hand oder maschinell von den Weinstöcken gelesen. Welches Verfahren gewählt wird, hängt von der Befahrbarkeit des Geländes ab.

Keltern
Nach der Weinlese hängen die Trauben noch an den Stielen, die bittere Gerbstoffe enthalten. Je nach Rebsorte und Jahrgang werden die Stiele bei Rot- und Roséwein entfernt oder bewusst mit verarbeitet. Beim Weißwein ist grundsätzlich Letzteres der Fall.
Anschließend werden die Beeren zu Maische zerdrückt und in mehreren Pressgängen der Saft, auch Most genannt, gekeltert. Bei Rotwein wird die Maische aus roten bzw. blauen Trauben vor dem Keltern in Bottichen gegärt. Dadurch werden der intensive Geschmack und die rote Farbe erzielt. Bei Weißwein wird die Maische der weißen oder grünen Trauben gleich gekeltert. Roséwein wird durch ein Mischverfahren gewonnen. Dunkle Trauben werden nach der Herstellungsart des Weißweins gekeltert. So erhält man den leicht rosigen Farbton.

Alkoholische Gärung
Die alkoholische Gärung macht aus dem Most den Wein. Dieser Prozess wird sowohl durch die Hefen der Trauben als auch durch beigefügte Kulturhefen eingeleitet. Dabei wird fruchteigener Zucker in Alkohol umgewandelt. Die Dauer der Gärung ist von den verwendeten Hefestämmen, den Nährstoffen im Wein und der Mostmenge abhängig. Weißwein gärt bei ca. 20 Grad Celsius mehrere Wochen, Rotwein nur eine Woche bei maximal 30 Grad. Im Anschluss an die Gärung wird der Wein durch Umfüllen in ein anderes Gefäß von der Hefe getrennt. Der Alkoholgehalt von Wein beläuft sich auf 60 bis 120 Gramm pro Liter, d.h. maximal 15 Volumenprozent.

Weinausbau
Nach der alkoholischen Gärung wird der Wein gelagert und es folgt der Weinausbau. Dabei wird die natürliche Qualität des Weins verfeinert. Er wird sowohl geschwefelt als auch geschönt. Die Schwefelung soll den Wein gegen Oxidation schützen, Keimbildungen verhindern und unerwünschte Nebenprodukte binden. Bei der Schönung werden Trübstoffe entfernt. Mit Hilfe von unvergorenem Traubenmost kann der Wein zusätzlich gesüßt werden. Ein besonderes Eichenfass für den Ausbau hochwertiger Weine ist das Barrique. Durch das Holzaroma nimmt der Wein ein besonderes Bouquet (würzigen Duft) und einen außergewöhnlichen Geschmack an.
Nach dem Ausbau wird der Wein schließlich in Flaschen abgefüllt. Weißweine lagern in der Regel zwei bis fünf Jahre, Rotweine zwischen drei und zehn Jahren. Spitzenweine können sogar noch länger reifen. Roséweine sind am besten sofort zu genießen. Grundsätzlich reifen Rotweine länger als Weißweine und Spitzenweine länger als Weine niedrigerer Qualität.
Auch im privaten Weinkeller sollten die Flaschen konstant kühl um die 13 Grad Celsius, dunkel und waagerecht gelagert werden. Die horizontale Lagerung ist wichtig, damit der Korken nicht austrocknet.

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