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Über alle Kulturgrenzen hinweg träumen die Menschen davon, der Liebe durch kulinarische Zutaten auf die Sprünge zu helfen. Was lag da näher, als im Garten von Mutter Natur nach Früchten, Kräutern und Gewürzen zu suchen, die mehr Lust auf Liebe machen? Selbst heutzutage, da auch die exotischsten Früchte und seltensten Gemüse das ganze Jahr über zu kaufen sind, haben die aphrodisischen Nahrungsmittel nichts von ihrer geheimnisvollen Aura verloren. Ob Austern, Spargel, Erdbeeren, Wein oder Kakao – nicht wenigen Nahrungsmitteln und Getränken eilt ein erotischer Ruf voraus.
Unser verführerisches Rezept „Mohnmousse mit Feigen“ ist ganz einfach nachzumachen und enthält gleich mehrere Zutaten, denen eine aphrodisische Wirkung zugeschrieben wird.
Honig (Mel) Honig zählt zu den ältesten Nahrungs- und Genussmitteln der Menschheit. Dieses hochwertige, von Bienen bereitete Nahrungsmittel besteht zu fast 80% aus Glucose, Saccharose und Dextrinen, enthält jedoch auch kleine Mengen organischer Säuren und Spuren von Vitaminen und Mineralstoffen. Aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften ist der Honig eine wirkungsvolle Arznei, doch er zählt, da er zudem kräftigend und anregend wirkt, auch zu den natürlichen Aphrodisiaka. Schließlich sagt man ihm nach, süß wie die Liebe zu sein.
Mohn (Papaver somniferum) Der Schlafmohn stammt ursprünglich von der Südküste des Schwarzen Meeres und war schon in der Antike eine weit verbreitete Kulturpflanze. Schon bei den alten Ägyptern war der Pflanzensamen Teil zahlreicher Fruchtbarkeitsriten und wurde meist stimulierenden Getränken beigemischt. Aufgrund seiner entkrampfenden und entzündungshemmenden Eigenschaften wird der Mohn als Medikament heute hauptsächlich bei chronischen Erkrankungen, die mit Schmerzen verbunden sind, verabreicht.
Feigen (Ficus carica) Feigen gelten seit Jahrhunderten ihrer Form und ihrer vielen Kerne wegen als Symbol der Fruchtbarkeit. Nicht zufällig ist es das Feigenblatt, mit dem sich Adam und Eva die Scham bedeckten, nachdem sie sich ihrer Nacktheit bewusst geworden waren. Meist werden Feigen frisch oder getrocknet gegessen oder zu Säften und Wein verarbeitet.
Minze (Mentha) Mit Minze werden nicht nur zahlreiche Süßspeisen verfeinert, sie eignet sich auch hervorragend für Shutneys, frische Salate, Joghurtcremes, Suppen und Gemüse. Das bekannteste Gericht ist wohl die Mintsauce aus England, die zu Lammfleisch gereicht wird. Die heilende Wirkung der Minze ist hinreichend bekannt; sie wirkt, je nach Anwendung, sowohl kühlend als auch wärmend. Wegen ihrer schweißtreibenden Eigenschaften wird sie häufig bei Erkältungskrankheiten und Grippe eingesetzt. Die Pflanze wirkt bei äußerlicher Anwendung erfrischend und anregend. Außerdem gilt die Pfefferminze als erfolgsversprechendes Mittel zur Stärkung der Manneskraft.
Quelle: „Im Glas noch deines Kusses Hauch. Ein erotisches Kochbuch“, Angela Troni, Rütten & Loening, Berlin 2001
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