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Wenn’s in den Gelenken zwickt und sticht
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Hilfe kommt aus dem Küchenschrank

Im Jahr 2000 rief die Weltgesundheitsorganisation ‚WHO‘ das kommende Jahrzehnt zur Dekade der Knochen und Gelenke aus. Aus gutem Grund: Mehrere hundert Millionen Menschen sind weltweit von Langzeitschmerzen und physischen Behinderungen durch Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates betroffen. Schon fast bei jedem zweiten 35jährigen finden sich Vorstufen von Arthrose.

Insgesamt müssen rund 15% der Weltbevölkerung mit den Beschwerden einer Arthrose leben, ab dem 50. Lebensjahr sind es gar 75% - Tendenz steigend. Weltweit liegt das Risiko für Frauen, an Osteoporose zu erkranken, bei 30 bis 40 Prozent. Für Männer liegt das Risiko bei 13 Prozent. Die Beschwerden, die sowohl Alt und Jung treffen können, haben schwerwiegende Folgen für das Gesundheitssystem: Etwa ein Fünftel der Kosten aller Erkrankungen werden hierdurch verursacht. Aber gegen Gelenkbeschwerden ist man nicht machtlos – Hilfe kommt zum Beispiel aus dem Küchenschrank.

Wissenschaftliche Ergebnisse:
Gelatine fördert Knorpelwachstum und wirkt schmerzlindernd

Die positiven Effekte der Gelatine auf Knochen, Gelenke, Sehnen und Bänder sind anhand von bahnbrechenden Forschungsergebnissen belegt worden. Neue, noch unveröffentlichte Ergebnisse haben darüber hinaus gezeigt, dass die Knorpelbildung durch Gelatine eindeutig angeregt wird. Bei Tierversuchen wurde untersucht, wie die in der Gelatine enthaltenen Peptide – das sind kleine Eiweißmoleküle – zu den Zielorganen in Knorpel und Haut gelangen1. Die im Darm gespaltenen Eiweißmoleküle werden durch die Darmwand in die Blutbahn überführt, wobei neben Aminosäuren auch ein gewisser Anteil größerer Teilchen des Gelatine-Hydrolysats aufgenommen werden. Diese kleinen zusammenhängenden Aminsosäureketten haben eine stimulierende Wirkung auf den Zellstoffwechsel. Die aufgenommenen Bestandteile des Hydrolysats reichern sich bevorzugt im Knorpelgewebe und in den Knochen an.  Dabei konnte bereits nach sechs Stunden Anlagerungen am Knorpel nachgewiesen werden. Gelatine-Hydrolysat kann damit zu einer Steigerung des Knorpelstoffwechsels und somit zu einem Aufbau von Knorpelsubstanz führen.

Bei vorangegangenen Untersuchungen mit Patienten, die an arthrotischen Beschwerden des Bewegungsapparates litten und mit Gelatine behandelt wurden, hatte sich ebenfalls die positive Wirkung des natürlichen Lebensmittels auf Knochen und Gelenke gezeigt. Es handelte sich hierbei um eine Doppelblind-Studie, bei der weder Arzt noch Patient wissen, ob Gelatine, oder ein Scheinpräparat verabreicht wurde.

Bei den Patienten, die zwei Monate lang mit Gelatine behandelt wurde, ließen die Schmerzen eindeutig nach. Patienten, die das Scheinpräparat verabreicht bekommen hatten, verspürten dagegen keine Verbesserung2.

Ziel einer weiteren international angelegten und klinisch durchgeführten Gelatine-Arthrosestudie war es, zu überprüfen, ob das Lebensmittel Gelatine die therapeutische Behandlung von Patienten, die unter Arthrose des Knies leiden, positiv unterstützen kann. Bereits nach zwei Monaten verspürten die Patienten deutlich weniger Schmerzen im Knie und zeigten damit eine verbesserte Beweglichkeit.

Arthrose und Osteoporose können bereits bei sehr jungen Menschen, wenn auch noch vermindert, auftreten. Die regelmäßige Einnahme des natürlichen Lebensmittels Gelatine ist daher schon in jungen Jahren von hoher Bedeutung.

Extra gesund: 10 Gramm Gelatine (zum Beispiel in 200 Gramm fettarmer Sülze oder als Granulat eingerührt in einen Joghurt) decken den Tagesbedarf an Gelatine zur Stärkung von Bindegewebe und Gelenken.


1 Vgl. Steffen Oesser, Milan Adam, Wilfried Babel und Jürgen Seifert; Universität Kiel, Rheumaforschungsinstitut Prag, DGF Stoess AG Eberbach: „Oral Administration of 14C Labeled Gelatin Hydrolysate Leads to an Accumulation of Radioactivity in Cartilage of Mice (C57/BL)“. The Journal of Nutrition, Vol. 129, No. 10, Oct. 1999, p. 1891-1895.

2 Vgl. Prof. M. Adam, Rheumaforschungsinstitut Prag: „Welche Wirkung haben Gelatinepräparate?“. Therapie der Woche, Nr. 41, Sept. 1991,  S. 2456-2461.

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