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Andreas C. Studer im Interview
Redaktion: Wann und wie haben Sie die Liebe zum Kochen entdeckt?
Andreas C. Studer: Als ich etwa sechs Jahre alt war, habe ich angefangen mit meiner Mutter gemeinsam zu kochen. Sie ist auch eine begeisterte Köchin und hat lange Zeit in einem Restaurant in Interlaken in der Schweiz gearbeitet. Angefangen habe ich natürlich mit kleineren Aufgaben. Hin und wieder sind mir dabei auch ein paar Missgeschicke passiert. Beim Versuch einen Nachtisch zu flambieren, habe ich einmal unsere Dunstabzugshaube in Brand gesetzt. Das Geschrei war groß - aber solche Sachen passieren eben und haben meinem Wunsch, Koch zu werden keinen Abbruch getan. Mit zehn Jahren wusste ich dann ganz genau, dass Koch mein Traumberuf ist.
Redaktion: Wie sehen die kulinarischen Trends in diesem Jahr aus?
Andreas C. Studer: Mehr und mehr hat sich die Tendenz durchgesetzt, Zutaten aus verschiedenen Kontinente und Ländern miteinander zu verbinden, die man früher nie miteinander kombiniert hätte, also einfach auch mal mutig sein. Das Ganze nennt sich „Fusions-Küche“. Ein Beispiel hierfür ist Spinatsalat mit Chili und Balsamico. Bei diesem Gericht verbinden wir die Zutaten der europäischen Küche wie Spinat und Balsamico mit Chili aus der südamerikanischen Küche oder thailändischen Küche. Da werden die Geschmacksknospen richtig wach! In der Gastronomie wird das schon länger praktiziert, jetzt trauen sich auch die Hobby-Köche!
Der zweite große Trend ist ganz einfach kochen zu Hause, am besten mit Freunden. Die Gäste bringen ein paar Zutaten mit, man genießt ein Glas Wein und kocht darauf los. Das macht Spaß und es werden dabei immer neue Kreationen geboren.
Redaktion: Was kochen Sie denn persönlich am liebsten?
Andreas C. Studer: Ich persönlich favorisiere einfache Speisen wie beispielsweise eine frische, schnelle Gemüsesuppe oder einen leckeren Gemüserisotto. Wenn ich Besuch bekomme, kommt allerdings ein richtiges Menü auf den Tisch. Ein gutes Essen sollte mindestens drei, besser aber vier oder fünf Gänge beinhalten. Wichtig ist vor allem ein leckeres Dessert. Das rundet jedes Menü köstlich ab. Ich liebe beispielsweise den italienischen Klassiker, die Panna Cotta. Dieses herrlich-cremige Dessert mit Gelatine kann man immer wieder in verschiedenen Versionen neu kreieren. Und Gelatine sorgt dafür, dass jede dieser Sorten Panna Cotta stets die richtige Stabilität erhält.
Redaktion: Was macht Gelatine so populär für Sie persönlich?
Andreas C. Studer: Mein Prinzip in der Küche lautet: zurück zur Natürlichkeit. Meine Speisen und Gerichte sind daher immer mit ganz natürlichen Zutaten zubereitet. Frisch auf den Tisch – das ist mein Motto. Gelatine ist ein ganz natürliches Lebensmittel und Eiweiß. Deshalb vertraue ich auf Gelatine bei der Zubereitung meiner Speisen. Aber es gibt noch einige Gründe mehr!
Redaktion: Wir sind neugierig. Erzählen Sie doch mal.
Andreas C. Studer: Gelatine hat eine ganz besondere Fähigkeit, die wie ich finde jede Speise zu einem wahren Gaumenerlebnis macht...
Redaktion:...und was ist das?
Andreas C. Studer: Nun, Gelatine schmilzt im Mund. Meine Panna Cotta beispielsweise zerfließt richtig auf der Zunge – und das auch dank der Gelatine. Probieren Sie es aus, Ihre Gäste werden sich freuen!
Redaktion: Herr Studer, wir danken Ihnen für dieses Gespräch
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